Soli-Postkartenset Nachtstücke

Es geht um die Orte unserer Sehnsüchte und Zuflüchte, um die Kinos. Hier im speziellen um die Berliner Kinos, zumindest einige davon. Fotografiert von Marei Wenzel und veröffentlicht von Indiekino, um die Kinos mit den Einnahmen zu unterstützen.

Also, damit wir sehr sehr bald wieder miteinander(!!!) Filme sehen, über sie diskutieren, in sie eintauchen, mit ihnen davonfliegen, und noch viele andere tolle Sachen machen können - und vor allem Filme auch weiterhin entstehen lassen (oder fertigstellen) können.

Hier wäre ein kleiner Solibeitrag auf dem Weg dahin:

12 Postkarten im Faltmäppchen – Berliner Indiekinos bei Nacht.

Motive: Acud Kino, Bali Kino, Bundesplatz-kino, Eva-Lichtspiele, Filmrauschpalast, fsk-Kino am Oranienplatz, Il Kino, Sputnik Kino, Tilsiter Lichtspiele, Zukunft
Format: DIN A 6
Material: 350 g Chromo-Sulfatkarton matt

Locationscouting und Dreharbeiten on Location – Maßnahmen und Gedanken in Zeiten von Corona

Im Rahmen der Initiative „wirsind1team“, bei der etwa 170 Filmschaffende aus allen Gewerken gemeinsam Handlungsstrategien entwickeln, die eine baldige Wiederaufnahme von Dreharbeiten nicht nur überhaupt wieder möglich, sondern auch für alle Beteiligten sicher machen sollen, hat auch der BVL konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet. Diese betreffen nicht nur die Arbeit der Locationscouts und den Umgang mit den Motivgebern und Drehorten, sondern auch die Arbeit der übrigen Gewerke und die notwendigen Voraussetzungen für infektionssichere Dreharbeiten, die vor allem von den Produzenten geschaffen werden müssen.

Gerade weil die Abteilungen zukünftig räumlich stärker voneinander distanziert werden arbeiten müssen als bisher, ist es dafür umso wichtiger, dass ALLE Beteiligten in gestalterischen, technischen und logistischen Aspekten deutlich enger, kommunikativer, kompromissbereiter und entschlußfreudiger werden agieren müssen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit unter diesen neuen Bedingungen und hoffen für uns alle, dass wir bald wieder gemeinsam tolle Film drehen werden.

Vorbemerkung

Durch die coronabedingte Verunsicherung der Bevölkerung und die Lockdown-Situation bzw. das Gebot der sozialen Distanzierung ist das Neuscouten von bzw. das Drehen in privaten Motiven gerade deutlich schwieriger als gewohnt. Die allermeisten Motivgeber befürchten eine erhöhte Infektionsgefahr bzw. haben genug mit ihrer eigenen Situation zu tun.

Öffentliche Motive stehen gerade nur sehr eingeschränkt zur Verfügung, da die entsprechenden Einrichtungen teilweise geschlossen oder öffentliche Institutionen durch die Situation aktuell sehr eingebunden sind bzw. wesentliche Ansprechpartner im Homeoffice arbeiten.

Allerdings besteht bei einigen potentiellen Motivgebern auch Bedarf an Einnahmen und dadurch hier teilweise eine erhöhte Bereitschaft zur Motivüberlassung.

Scouting/Recherche

bevorzugt kontaktlos arbeiten (telefonisch, schriftlich)

Motivgeber bitten, ggf. selber Fotos zu machen und zu senden

bei Direktkontakt: mind. 1,5 m Abstand halten, Mundschutz tragen, Berührung von Gegenständen (vor allem auch Türklinken, Handläufe etc.) vermeiden, vor und nach der Besichtigung Hände desinfizieren

Motivtouren

Die Anzahl der zu besichtigenden Drehorte weitgehend reduzieren, im Idealfall nur ein oder zwei Locations pro Set besichtigen.

bei Vorbesichtigungen die Anzahl der Teilnehmer in den Räumen weitgehend reduzieren (üblicherweise nur je eine Person, also z.B. der/die HoD der Abt. Regie, Kamera, Szenenbild, AL) bzw. gestaffelter Aufenthalt in der Location

die Anzahl der Besichtigungen bestmöglich minimieren, im Optimalfall nur eine Vorbesichtigung sowie eine techn. Motivbesichtigung (dort dann ggf. noch zusätzlich je eine Person der Abt. Licht, Grip, Baubühne)

für alle Teilnehmer: 1,5 m Abstand halten, Mundschutz tragen, Berührung von Gegenständen (auch Türklinken, Handläufen etc.) vermeiden, regelmäßige Handdesinfektion vor und nach den einzelnen Besichtigungen.

Keine Toilettenbesuche in potentiellen Locations!

Team-Fahrgemeinschaften und Benutzung ÖPNV vermeiden, Fahrer von Vans betreten die Locations in keinem Fall

Motivauswahl

Anpassung der Szenenhandlung und des optischen Konzeptes an die Bedürfnisse des Infektionsschutzes am Set sowie an die räumlichen Gegebenheiten der derzeit nur eingeschränkt genehmigungsfähigen und -willigen Locations

Erhöhte Kompromissbereitschaft aller Entscheider hinsichtlich der drehbaren und drehbereiten Locations, es ist kurz- bis mittelfristig mit einer deutlich reduzierten Auswahl zu rechnen.

Erhöhte Vorbereitungszeit einplanen, da deutlich mehr und aufwendigere Kommunikation etc. nötig: U.a., um möglichst viele Detailfragen bereits vorab zu klären.

Entscheidungsprozeß der Locationauswahl beschleunigen und telefonisch/schriftlich kommunizieren

Die Teamgröße beim Dreh bzw. das Set-Up des Teams am Drehort an die räumlichen Gegebenheiten (Raumgrößen, Luftzirkulation) anpassen. 2qm pro Person am Set erscheinen derzeit angemessen, wenn de Raum regelmäßig gut zu lüften ist.

Bevorzugte Auswahl von Leerstandsmotiven, da dort das Risiko einer Infektion durch/von Motivgebern am geringsten (Mehrkosten für Set-Decoration bzw. Einbauten einplanen) und die durch den mahraufwand zu erwartenden längeren Rüst- und Drehzeiten hier leichter umsetzbar sein werden.

Möglichst gut zugängliche, geräumige und leicht zu lüftende Locations auswählen, die sowohl eine gestaffelte Arbeitsweise des Teams als auch einen ausreichenden Abstand der Darsteller bzw. notwendigen Teammitglieder am Set (2m2 pro Person) ermöglichen. Im Außenbereich sollten Aufenthalts- und Rüst-/Arbeitsbereiche für die einzelnen Abteilungen mit ausreichendem Abstand zueinander zur Verfügung stehen.

Wenn möglich, Außenmotive bevorzugen!

Auch die Stellflächen für Base, WoMos, Catering etc. werden durch die notwendigen Bemühungen, Kontaktpunkte weitestgehend zu reduzieren, einen deutlich erhöhten Platzbedarf haben.

Dreh on Location

maximale Hygiene am Set: mind. 1,5m Abstand halten, Mundschutz tragen, Berührung von Gegenständen (auch Türklinken, Handläufen etc.) vermeiden, regelmäßige Handdesinfektion (siehe hier v.a. auch die Handlungsanleitungen der einzelnen Abteilungen), verantwortliche Fachkraft am Set und regelmäßige Sicherheitsbriefings nötig

regelmäßiges Lüften des Sets (empfohlen: alle 30 Min.)

regelmäßige professionelle Reinigung aller Oberflächen im Set und aller Zugänge, v.a. auch Türklinken, Handläufe, Lichtschalter etc., besonders vor Übernahme und vor Rückgabe der Location an den Motivgeber

Motivgeber während der Dreharbeiten möglichst auswärtig (in Hotel, Ersatzwohnung etc.) unterbringen, um den Kontakt mit dem Filmteam zu minimieren

Teamgröße weitestgehend reduzieren, möglichst gestaffelt und nicht parallel in Räumen arbeiten

Anpassung der Szenenhandlung und des optischen Konzeptes an die Bedürfnisse des Infektionsschutzes am Set sowie auch an die vorhandenen räumlichen Gegebenheiten der derzeit nur eingeschränkt genehmigungsfähigen und -willigen Locations

Erhöhte Kompromissbereitschaft aller Entscheider hinsichtlich der drehbaren und drehbereiten Locations, es ist kurz- bis mittelfristig mit einer deutlich reduzierten Auswahl zu rechnen.

Deutlich erhöhte Vorbereitungszeit einplanen, da deutlich mehr und aufwendigere Kommunikation etc. nötig

Deutlich erhöhte Drehzeit einplanen, da die Dreharbeiten vor Ort, insbesondere die Arbeiten hinter der Kamera, durch größere Vorsicht und Umsicht, geringere Teamstärke sowie größere Arbeitsteiligkeit und gestaffelte Rüstzeiten sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen werden

Deutlich erhöhte Kosten durch die hier genannten Maßnahmen einplanen (hier v.a.: längere und aufwendigere Recherche durch die Scouts, höhere Motivmieten durch längere Nutzungszeiten, höhere Motivnebenkosten, Reinigungs- und Desinfektionsaufwand in den Locations sowie Unterbringungskosten für die Motivgeber)

Technischen Aufwand vor Ort weitgehend reduzieren

Anzahl der Darsteller im Bild weitgehend reduzieren

Möglichst viele Abteilungen sollten den Dreh – mit ausreichend Abstand zueinander - außerhalb des Drehortes über Funkstrecken-Monitore verfolgen können. Im Motiv halten sich im besten Fall nur DoP, Angler, Regie-Assi oder Set-AL sowie die Darsteller auf.



Auch wenn wir alle derzeit nur hoffen können, dass wir die Krise möglichst bald und hoffentlich glimpflichst überwunden haben werden, möchten wir Locationscouts gerade jetzt – mitten im Lock-Down – die Zeit und die Gelegenheit nutzen, eine positive und zukunftweisende Initiative zu starten.

Sobald sich das Leben in Deutschland wieder etwas normalisiert, wird auch eine Vielzahl schon begonnener, verschobener oder ganz neu geplanter Filmproduktionen an den Start gehen und möglichst schnell drehen wollen. Wir möchten gerne unseren Beitrag dazu leisten, dass die Filmwirtschaft schnell und problemlos wieder in Gang kommt, die Filmschaffenden wieder Arbeit und Einkommen haben und wir gemeinsam Sie und Euch – das Publikum – recht bald wieder mit tollen Filmen und Serien im Kino, TV und online erfreuen und unterhalten können.

Nutzt daher bitte die Zeit der sozialen Distanzierung auch dazu, uns kostenlos und ganz unverbindlich Eure/Ihre Wohnungen, Häuser, Büros, Gartenlauben, Bars oder Restaurants, Geschäftslokale, Fabrik- und Lagerhallen etc. – genutzt oder leerstehend, alltäglich oder außergewöhnlich, hübsch oder häßlich – als potentielle Drehorte anzubieten.

Ein Angebotsportal für Eure/Ihre Vorschläge findet sich auf der Website des Bundesverband Locationscouts (BVL) ebenso wie umfangreiche Informationen zum Vermieten eines Drehortes:
https://bvlocation.de/index.php/de/motivgeber

Die BVL-Mitglieder – in nahezu allen Bundesländern vertreten – erhalten Eure/Ihre Angebote direkt und freuen sich, nach der Krise den anlaufenden Produktionen frische und tolle Drehorte anbieten zu können. Und die dann zu zahlende Motivmiete ist sicherlich allen Motivgebern eine große Hilfe, eventuelle krisenbedingte Engpässe zu kompensieren.

Wir freuen uns über Eure/Ihre Angebote, bitte teilt diesen Aufruf auch in Euren privaten Kreisen.

Eure/Ihre Locationscouts im BVL



Parallel zur Berlinale hat der BVL am 22. Februar in der Landesvertretung des Saarlandes seine erste Mitgliederversammlung in diesem Jahr abgehalten.


Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt, damit gehen Rolf Viehrig, Duisburg, Ralph Schucht, Hamburg, und Rüdiger Jordan, Köln, mit frischer Tatkraft in ihre nächste Amtszeit.

Der Zuspruch zum BVL ist erfreulicherweise ungebrochen, durch Neuaufnahme einiger Kollegen aus NRW und Berlin sind im BVL nun insgesamt 61 kreativ arbeitende und erfahrene Locationscouts bundesweit im Verband organisiert.

Der Bundesverband Locationscouts blickt inzwischen auf eine 10-jährige Geschichte zurück. Wir sind ein wenig stolz und werden diesen runden Geburtstag im Spätsommer feierlich begehen.

Auf der Agenda für 2020 steht vor allen der andauernde Einsatz des Verbandes für die leider noch immer ausstehende offizielle Anerkennung des Berufsbildes Locationscout als künstlerischer Beruf.

Wir freuen uns, dass die Deutsche Akademie für Fernsehen e.V. (DAFF) der Bedeutung dieses wichtigen und kreativen Filmgewerkes auf seiner Mitgliederversammlung am 24.2.2020 dadurch Rechnung trägt, dass die Locationscouts als eine eigene Sektion in der Akademie geführt werden. Wir freuen uns auf eine anregende Zusammenarbeit mit der DAFF und den KollegInnen.

Außerdem wird in Kürze ein überarbeitetes Uploadportal für Motivangebote auf der Website des BVL online gehen, das deutlich anwenderfreundlicher und einladender sein wird.

Weiterhin wird sich der Verband dafür einsetzen, einen fairen und pfleglichen Umgang von Filmproduktionen mit Motivgebern und Drehorten weiter zu fördern. So konnte der BVL im letzten Jahr bereits erreichen, dass ein professioneller Umgang mit Motivgebern nun ein weiteres wesentliches Kriterium des Fair Film Awards darstellt.

Wir gratulieren auf diesem Wege den aktuellen Preisträgern.

Der Landesvertretung des Saarlandes danken wir – last not least – für den sehr freundlichen Empfang und die Gastfreundschaft in Berlin. Das Saarland stellt hiermit mal wieder seine große Filmfreundlichkeit eindrucksvoll unter Beweis.

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